Judit Villiger

»Vielleicht ist die Kunst wirklich nur sie selbst, wenn sie am wenigsten als Kunst erscheint.« (Jean-Luc Nancy). Das von Judit Villiger 2016 gegründete und seither betriebene Haus zur Glocke besitzt eine lange Geschichte. Etwa wurden dort bereits Fair-Trade-Gedanken umgesetzt, bevor diese Idee populär wurde. Die heutige Wirtschaft zur Glocke hat diesen Impuls aufgenommen: Die dorthin eingeladenen Kunstschaffenden bieten als GastköchInnen jeweils samstags eine thematische, regionale und fair produzierte Suppe an. Auch die Kuratorinnen von WHAT’S COOKING haben diesen Auftrag angenommen und laden zu ihrem Zwischengang »Parasite’s Soup« jeweils einen Gesprächsgast ein. Was handelt sich das Kunstprojekt Haus zur Glocke ein, wenn es Parasiten als GastarbeiterInnen – als temporäre Zwischenwirte – einlädt? Was bedeutet es zuzulassen, dass das noch junge Konzept nun fremd gelenkt mit offenem Ausgang auf ein unbestimmtes Ziel zusteuert? Wo liegen die Grenzen und was wird von den 50 Stunden »nonstop cooking« zurückbleiben? Was bleibt von der Kunst durch die Kunst?

www.juditvilliger.ch

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